Innere Reaktionen verstehen: Warum nicht das Faktische das Problem ist.
- Anne Reimann

- 28. Apr. 2025
- 3 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 5. Mai 2025

Wie du deine Reaktionen verstehst und mehr innere Freiheit findest
Stell dir vor:
Du bist schwanger. Es ist dein dritter Tag im Mutterschutz. Du willst dir eigentlich etwas Gutes tun – und dann ruft deine Mutter an und sagt:
„Du solltest jetzt aber wirklich anfangen, den Kinderwagen rauszusuchen.“
Ein einfacher Satz.
Faktisch harmlos.
Und trotzdem spürst du, wie etwas in dir eng wird. Vielleicht rollst du innerlich mit den Augen. Vielleicht steigt Wut auf. Vielleicht fühlst du dich kritisiert. Oder einfach nur: erschöpft.
Und genau hier liegt die Einladung:
💡 Das Faktische ist nie das Problem. Es ist unsere innere Bewertung, die es dazu macht.
Was ist mit dem Faktischen gemeint?
Das Faktische ist das, was objektiv passiert.
Ein Satz.
Eine Handlung.
Eine Reaktion deines Kindes.
Beispiele:
– Dein Partner kommt 15 Minuten später nach Hause.
– Dein Kind wirft wütend ein Spielzeug.
– Deine Schwiegermutter bringt ungefragt ein Geschenk mit.
Alles neutrale Fakten.
Was sie für dich bedeuten – das entsteht in dir.
Warum das so wichtig ist (gerade als Mama)
Muttersein ist zutiefst emotional.
Und gleichzeitig sind wir in keinem anderen Lebensbereich so schnell im Vergleich, in der Überforderung und im Zweifeln.
Wenn dein Kind nachts wieder weint, kann das faktisch bedeuten: Es braucht Nähe.
Innerlich entsteht aber vielleicht:
„Ich krieg das nicht hin.“
„Ich mach was falsch.“
„Warum ist es bei anderen so viel leichter?“
Das eigentliche Problem ist also nicht das Weinen – sondern was das Weinen in dir auslöst.
Warum wir so reagieren – und wie wir es verändern können
Unsere Reaktionen entstehen nicht im Hier und Jetzt –
sondern oft aus alten Mustern, Prägungen und inneren Stimmen.
👉 Wenn du z. B. als Kind oft das Gefühl hattest, funktionieren zu müssen, kann es sein, dass du dich als Mama heute sofort gestresst fühlst, wenn dein Kind „nicht mitmacht“.
👉 Wenn du gelernt hast, Konflikte zu vermeiden, kann ein genervter Blick deines Partners sofort eine Welle der Unsicherheit auslösen.
👉 Wenn du dich für alles verantwortlich fühlst, kannst du dich bei jeder kleinen Kritik direkt angegriffen fühlen.
Und das Gute ist:
Du kannst diese Muster erkennen. Und Schritt für Schritt verändern.
3 Schritte, um dich von der Macht des Faktischen zu lösen
1. Innehalten
Wenn du merkst, dass dich etwas triggert – STOPP.
Atme. Werde still. Werde neugierig.
Was genau hat mich gerade getroffen?
2. Fakten vs. Interpretation trennen
Was ist wirklich passiert?
Was machst du daraus?
Beispiel:
Fakt: Mein Kind wirft das Essen runter.
Interpretation: „Ich bin keine gute Mutter. Ich habe versagt.“
3. Mitfühlend hinschauen
Was braucht der Teil in dir, der gerade reagiert?
Welche alte Angst, welcher Zweifel steckt dahinter?
Was würde dein inneres Kind jetzt brauchen?
🧡 Trost?
🧡 Anerkennung?
🧡 Die Erlaubnis, nicht perfekt sein zu müssen?
Fazit: Du bist nicht falsch, wenn du stark fühlst.
Gerade in der Schwangerschaft und im Muttersein sind unsere inneren Systeme oft besonders feinfühlig.
Und das ist kein Fehler – sondern ein Spiegel deiner Tiefe.
✨ Wenn du erkennst, dass nicht das Faktische das Problem ist,
sondern was es in dir berührt,
öffnest du die Tür zu mehr Selbstfürsorge, innerer Freiheit und echten, bewussten Entscheidungen.
Du musst nicht alles „im Griff“ haben.
Aber du darfst dich liebevoll begleiten – in deinen Gedanken, in deinen Gefühlen, in deinen Reaktionen.
Und wenn du magst – ich begleite dich dabei.
In meinen Hypnose- und Coaching-Sessions helfe ich Müttern und werdenden Müttern,
🔸 alte Muster zu erkennen,
🔸 innere Sicherheit zu stärken
🔸 und mit sich selbst wieder in Verbindung zu kommen.
📩 Schreib mir gern. Du musst diesen Weg nicht alleine gehen. 💛



